Christa Hahn︱Ilona Hellmiß

Claudia Rottsahl-Schwachhöfer

Elena Pinci Schneider︱Manuela Stein

Mein wildes Heim

 

Raum- und Videoinstallation, Installation, Fotografie und Zeichnung.

Ausstellungsdauer: 16. November 2012 bis 11. Januar 2013

Ab Freitag, den 16. November um 19:30 Uhr wird es im hafenkult wild! Und das an einem Ort, der nicht unbedingt für Wildheit steht: Dem Heim.

 

Christa Hahn, Ilona Hellmiß, Claudia Rottsahl-Schwachhöfer, Elena Pinci Schneider und Manuela Stein präsentieren unter dem kontrastiven Titel Mein wildes Heim Arbeiten, die über Eigenheiten, aber auch Widersprüche des persönlichen (Schutz)Raums reflektieren und nicht nur den in ihm verborgenen Anarchismus, sondern auch die ihm innewohnende Kraft sichtbar machen.

 

Mit den Mitteln von Raum- und Videoinstallation, Installation, Fotografie und Zeichnung erschaffen die 5 Künstlerinnen hier in ihrer jeweils eigenen künstlerischen Sprache - fern jedes angestaubt-reaktionären Impulses - nur scheinbar vertraute Welten klassischen Zuhauses und entblößen in ihren Bearbeitungen die hintergründige und bisweilen durchaus auch verstörende Doppelbödigkeit dieses Konzepts. Vor dem Hintergrund bestehender Traditionen wird hinterfragt, erweitert, zerstört und neu zusammengesetzt.

 

So entpuppt sich das „Heim“ in der künstlerischen Bearbeitung als hochaktueller Schauplatz von Rollenkämpfen, persönlicher Identifikationsfindung in Zeiten von Global Village und Social Media und der Suche nach den eigenen Wurzeln.

Es macht den besonderen Reiz dieses Projektes aus, dass sich hier gerade Künstlerinnen unterschiedlicher Hintergründe eines angeblich so „urweiblichen“ Themas angenommen haben.

In überholter Tradition, galt es schließlich oftmals als typisch weibliche Aufgabe das Heim zu hüten. Nicht umsonst spricht man im Englischen von einem „homemaker“ - einer Hausfrau also - im Sinne einer Erschafferin von Heimat. So wirft Mein wildes Heim fast zwangsläufig auch Diskussionsansätze über zeitgenössische und tradierte Frauenrollen sowie die Bedeutung von Frauen im aktuellen Kunstbetrieb auf.

Ein faszinierendes Ausstellungsprojekt zum Mit- und Weiterdenken, das neue Facetten eines jedem bekannten Themas eindrucksvoll herausstellt, für Wilde und Heimatliebende gleichermaßen!

Steffen Gerz

Nikolausmarkt Kunst & Design

 

Kunst aus dem Hafen hat im Binnenschifffahrtsmuseum Duisburg Anker geworfen:

Erstmalig veranstaltet das Binnenschifffahrtsmuseum Duisburg einen vorweihnachtlichen Markt in stilvollem Ambiente und hat hierzu die Künstler des Atelier- und Ausstellungshauses hafenkult eingeladen, in den Kulissen der ehemaligen Jugendstil-Badeanstalt ihre Arbeiten zu zeigen und zu verkaufen. Musikalisches, Kulinarisches, Führungen sowie Unterhaltung und Überraschungen für Kinder versprechen ein abwechslungsreiches Programm an diesem Wochenende.

 

Samstag, 8. Dezember 2012 von 15 bis 20 Uhr
Sonntag, 9. Dezember  2012 von 12 bis 18 Uhr
Eintritt frei.

Museum der deutschen Binnenschifffahrt
Apostelstraße 84
47119 Duisburg

Figurentheater vom Theater Mario

Alles meins! & Alles erlaubt?


Abendunterhaltung für nie erwachsen werdende Erwachsene

Aufführung: Freitag. 30. November 2012 um 20 Uhr

Nichts ist für Kinder anstrengender als Erwachsene, die sich langweilen. Damit Kinder Theater in Ruhe genießen können, muss gutes Kindertheater auch immer gute Unterhaltung für Erwachsene sein. Vom Nachwuchs unbeobachtet entpuppen sich die Erwachsenen zuweilen als die besseren Kinder.

Als der im hafenkult ansässige Figurenspieler Mario Klimek jüngst aus Jux auf einer privaten Feierlichkeit im hafenkult das Theaterstück "Alles meins!" (ab 4 Jahre) für das erwachsene Publikum spielte, endete die für alle sehr spaßige Vorstellung mit großer Begeisterung und stehenden Ovationen.

Den vielfach geäußerten Wunsch nach Wiederholung erfüllen wir am Freitag, 30. November 2012 um 20 Uhr. Als Abendprogramm für Erwachsene zeigt das THEATER MARIO dann im hafenkult die beiden Stücke Alles meins! und Alles erlaubt? Anderthalb Stunden humorvolles und poetisches Figurentheater vom Feinsten.

Auf einer Waldlichtung lebt eine schrullig-skurrile Gemeinschaft von Tieren die den Betrachtern doch seltsam bekannt vorkommen: Ist das nicht die Nachbarin, der pubertierende Jugendliche, das eigene Kind oder gar man selbst?  Freuen sie sich auf einen heiteren Abend und einen entspannenden "Freigang" für ihr inneres Kind!

Marcela Böhm

Vergangenheitsbewältigung

 

Ausstellungsdauer: 14. September bis 28. Oktober 2012

Unter dem Titel “Vergangenheitsbewältigung“ präsentiert das Atelier- und Ausstellungshaus hafenkult neueste Arbeiten der deutsch-argentinischen Künstlerin Marcela Böhm.

Die 1972 in Buenos Aires geborene Malerin Marcela Böhm lebt und arbeitet seit 1993 in Köln. Ihr allgegenwärtiges Thema ist der Mensch, den sie gleich einer Philosophin beobachtet und hinterfragt. In der hiesigen Ausstellung nimmt sie dabei ihre eigene Vergangenheit ins Visier. Schon der Begriff Vergangenheit wird dabei differenziert. So greifen künstlerische, kulturelle sowie private Ebenen geschickt ineinander und lösen in uns jeweils eigene, neue Geschichten aus, die genau so real sind wie die Geschichten der Künstlerin selber. Besonders die Auseinandersetzung mit ihrer künstlerischen Vergangenheit führte zu diesen hier erstmals gezeigten Arbeiten aus hintereinander geschichteten Bildern, die den Prozess der Vergangenheitsbewältigung ganz besonders formulieren.

Marcela Böhm überwindet vergangene Arbeiten, die sie - wie sie sagt - einst für fertig auswies und sogar ausstellte, um sie schließlich als nicht mehr sehenswert in ihr Atelierregal zu verbannen. In dieser Ausstellung verändert sie das Motiv dieser vergangenen Gemälde und verleiht ihnen eine neue Fassade. Frühere Gemälde in Öl, Acryl oder als Collagetechnik gefasst, dienten ihr dabei als Malgrund und Quell der Inspiration gleichermaßen. Mal wurden Motive nur verändert, mal hat sie sich von ihnen abgewendet um Neues zu schaffen oder hinzuzufügen, doch hinterfragt sie dabei stets ihr Tun. In einer fast psychologisierenden Betrachtung sucht sie gleich einem Philosophen nach dahinterliegenden Wahrheiten und Erklärungen. Es ist ihre eigene Vergangenheit, die sie betrachtet. Einerseits durch damals abgeschlossene Arbeiten, denen sie sich jetzt neu gestellt hat, andererseits durch die Thematik der Gemälde selber. Es sind Familienbilder sowie Selbstportraits oder Bilder von Freunden, die sie in einer grotesk überspitzen Art darstellt.

Jeder wird aufgefordert, selber auf die Dinge zu blicken und sich oder andere in diesen Szenen wiederzufinden. Die Titel der Arbeiten helfen dem Betrachter dabei, nicht die Familie oder Freunde der Künstlerin zu sehen, sondern letzten Endes seine eigene. Jeder sieht nur das was er kennt.

Madalina Rotter

Unvorhergesehen - Tanz-Musik-Interaktion

mit Tänzerinnen aus Kursen von Bettina Rutsch

und mit U.F.O. Walter (Bass/Sounddesign)

Aufführung: Donnerstag, 20. September 2012 um 19:30 Uhr

Der Titel „Unvorhergesehen“ ist zugleich Konzept, wenn am Donnerstag, 20.9.2012, im Atelier- und Ausstellungshaus hafenkult Tanz und Musik eine spannende Verbindung eingehen...

 

Zusammen mit dem Bassisten und Sounddesigner U.F.O. Walter werden Tänzerinnen aus Duisburger Tanztheater-Kursen von Bettina Rutsch eine Performance zeigen, bei der von Anfang bis Ende alles offen bleibt: Akustische und visuelle Eindrücke, Themen und Begegungen - alles entsteht und vergeht im Augenblick der Aufführung. Nichts wurde vorher geplant, gesehen oder gehört, nichts bleibt übrig als die Bewegungen in den Köpfen und Körpern der Zuschauer...

Paula Baader︱Franka Boltz︱Chiemi Nakagawa

Moritz Neuhoff︱Andrej Wilhelms

Fünf Ecken zum Quadrat

Ausstellungsdauer: 15. Juni bis 27. Juli 2012
 
Nur die bildende Kunst kann Dinge möglich machen, bei denen sogar die Mathematik versagt: So könnte man den Titel der Ausstellung „Fünf Ecken zum Quadrat“ umschreiben, die – gefördert von der Stadt Duisburg – vom 15. Juni bis 27. Juli Arbeiten von Nachwuchskünstlern der Kunsthochschule Münster im hafenkult präsentieren wird. Paula Baader, Franka Boltz, Chiemi Nakagawa, Andrej Wilhelms und Moritz Neuhoff bilden mit ihren so unterschiedlichen Ansätzen und Techniken von Zeichnung über Malerei bis zur Installation die fünf Ecken, die sich – allen Gegensätzen trotzend - im hafenkult zum Quadrat, zu Form und Sinneinheit, zusammenfügen werden.

 

Ein Projekt im Zeichen der Talentförderung – schließlich ist hafenkult auch ein Ort, der jungen, aufregenden Künstlern mit eigener Sprache einen Spielort bietet, an dem Experimente und die Präsentation neuer Ausdrucksformen möglich sind. So will hafenkult auch fruchtbare, künstlerische Impulse für Duisburg und die Region setzen. Um hier Nachhaltigkeit zu schaffen, sollen - beginnend mit "Fünf Ecken zum Quadrat" - ausgesuchte KunststudentInnen und junge AbsolventInnen einmal jährlich ihre Arbeiten in ähnlichen Formaten im hafenkult ausstellen können.

Steffen Gerz

Julia Sossinka︱Julien Lam

Il était en trop

Ausstellungsdauer: 22. April bis 20. Mai 2012

 

Das Atelier- und Ausstellungshaus hafenkult im Duisburger Parallelhafen zeigt vom 22. April bis zum 20. Mai 2012 Arbeiten der jungen Künstler Julia Sossinka und Julien Lam. Beide beschäftigen sich in ihren Kunstwerken mit dem Alltag – in aktueller Form, und finden gleichzeitig bekannte Bezüge in der Kunst. Das Verbindende zwischen den Werken der beiden Künstler ist der Gebrauch alltäglicher Materialien in ihren Collagen und Installationen. Dabei können die Ergebnisse und Wirkungen ihrer Kunst kaum unterschiedlicher sein. Bei der Betrachtung der farbenprächtigen Collagen Julia Sossinkas entstehen floral wirkende Muster wie Blüten oder Pflanzen vor den Augen des Betrachters. Bei Julien Lam ist es dagegen das Spiel mit Worten und die zurückhaltende Intervention seiner im Raum verteilten Installationen, die den Ort des Ausstellungsraumes im Hafenkult neu erfahrbar machen.

 

Julia Sossinka, geboren 1983, hat Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert. Als Meisterschülerin von Prof. Markus Lüpertz sind ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen gewesen. Ausgezeichnet durch die Teilnahme an „Artist in Residence“-Programmen in der Schweiz, Island und den Niederlanden, erhielt sie 2011 ein Auslandsstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen für Marseille/Nizza. Der 1985 geborene Julien Lam studiert Freie Kunst an der Villa Arson der Kunstakademie von Nizza und wird seinen Abschluss im April dieses Jahres machen.


Die Arbeiten beider Künstler fordern auf unterschiedliche Weise den Betrachter heraus: Zum Einen durch die eigene Phantasie bei der Erkundung der aneinandergesetzten Papier- und Plastikschnipsel der Bilder Julia Sossinkas, die den Weg aus der klassischen Malerei durch ein stoffliches Raumgreifen ihrer Collagen vollzieht. Zum Anderen wird der Betrachter selbst zum gestaltenden Teilnehmer der Installationen Julien Lams – wie bei einer auf dem Boden verteilten Mehlschrift, die der Besucher beim Betreten der Räumlichkeiten buchstäblich mit sich nimmt.

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